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Fernstudium? Ja bitte!

 
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Fernstudium? Ja bitte!
von Rolf - Dienstag, 23. Juni 2020, 11:03
 

Ich möchte einige Bemerkungen zum formalen Umstand des Fernlernens darstellen und zur Diskussion beitragen, oder sie in unserem Forum Diskussion stellen.
Allein zum Stichwort „Fernlernen“ findet man bei Google über 39.000 Einträge, zum Stichwort Fernstudium sind es sogar über 3,4 Mio. Einträge. Natürlich kann man interessenorientiert selektieren und kommt auf deutliche weniger Einträge, je spezieller man sucht.
Nach welchen Kriterien wird aber jetzt ein Angebot ausgesucht? Preis? Webseitendesign? Angebotsvielfalt? Bekanntheit des Anbieters? Oder, nach jüngsten Erkenntnissen und Beiträgen, eher zweifelhafte Rankings auf sogenannten Bewertungsplattformen???
Eine eindeutige Antwort auf diese Fragen kann niemand mit Sicherheit geben, da es schlichtweg keine Erhebungen dazu gibt.
Eine Größe bzw. Antwort gibt es aber in diesem wachsenden Lernformat, und dabei hat dieses Format den Präsenzangeboten vieler zweifelhafter Bewerber sogar eins voraus: die notwendige Zulassung durch die ZFU, die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht in Köln.
www.zfu.de
Diese Behörde vergibt auf Antrag Zulassungen nach eingehender formaler und gutachterliche Prüfung der Fernstudienangebote und prüft diese in gewissen Abständen erneut, ähnlich wie der TÜV bei den KfZ, nach Maßgabe des Fernunterrichtsschutzgesetzes. Unterstützung erfährt die ZFU teilweise vom Bundesinstitut für berufliche Bildung BiBB.
Trotzdem Vorsicht, denn bei vielen Fernlern-Angeboten im Web gilt:
Nicht überall wo Fernlernen drin ist, steht auch Fernlernen drauf.
Ja Sie lesen richtig! Da das gesamte Procedere der staatlichen Zulassung, neben den erwarteten anspruchsvollen Inhalten, auch didaktisch und methodisch durch die ZFU überprüft wird, ersparen sich viele Bildungsanbieter die Mühe und unterlaufen das Gesetz wissentlich oder auch - mit einer gewissen Blauäugigkeit - unwissentlich.
Da muß man sich die Frage stellen: Wann liegt Fernunterricht vor, wie ist er definiert?
„Laut Fernunterrichtsschutzgesetz von 1977 handelt es sich beim „Fernunterricht“ um die „Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind, und der Lehrende oder sein Beauftragter den Lernerfolg überwachen“ (FernUSG § 1 Abs. 1).“
„Fernlehrgänge, …. der überwiegende Teil des Lernstoffs wird laut Definition – und im Gegensatz zum Direktunterricht – räumlich getrennt vom Lehrer, also individuell und unter freier Zeiteinteilung, bearbeitet. Die pädagogische Begleitung und Lernerfolgskontrolle unterscheidet den Fernunterricht wiederum vom Selbststudium.“ Ebenda, Zitate auszugsweise, Quelle: https://www.zfu.de/files/FernUSG.pdf, Zugriff 2.12.2019


Klares Fazit: Bei Belegung eines Fernlehrgangs sollte der Interessent bitte nach der Staatlichen Zulassungsnummer schauen. Sie ist kein Garant, das der Fernlehrgang das richtige ist, bietet aber dem Teilnehmer nicht nur eine gewisse qualitative, sondern auch eine vertragsrechtliche Sicherheit, das drin ist, was draufsteht und draufsteht was drin ist.
Die Rolf Schneider Akademie steht für 100 % staatlich zugelassene Fernlehrgänge, denn Bildungspartnerschaft zunächst braucht Vertrauen und dann Kontinuität. Dafür stehen wir seit über 20 Jahren.